Partnerschaft Diedorf-Bonchamp


VORSCHAU AUF DAS JAHR 2018



20.10.2018: 12. Weinfest


Der Partnerschaftsverein Diedorf-Bonchamp veranstaltet am Samstag, den 20. Oktober, ab 19.30 Uhr in der großen Aula der Volksschule Diedorf an der
Pestalozzistraße sein 12. Weinfest.
Eintritt frei!
Wir verwandeln die Aula wieder in ein gemütliches Heurigen-Lokal und bieten französische Weine, französischen Sekt an der Bar und pikante Schmankerl
an.
Für Live-Musik ist gesorgt: die Gruppe Lyneste und das Duo Side by Side spielen flotte, abwechslungsreiche Musik, zu der man wunderbar tanzen kann.
Hierzu laden wir Sie und Ihre Freunde ganz herzlich ein!
Wir würden uns freuen, Sie an diesem Abend begrüßen
zu dürfen.




BERICHT ÜBER AKTIVITÄTEN IM JAHR 2018:

Besuch über den Besuch des Partnerschaftsvereins Diedorf-Bonchamp in Bonchamp-lès-Laval: 10.-13. Mai 2018

Am Himmelfahrtswochenende hatten sich 30 Diedorferinnen und Diedorfer auf die lange Reise nach Bonchamp-lès-Laval im Nordwesten Frankreichs gemacht, um gemeinsam mit den Freunden der Partnergemeinde ein paar Tage zu verbringen.

Einen Höhepunkt bildete die Eröffnung einer Hobbykünstlerausstellung. Nachdem im vergangenen Jahr die Bonchamper Maler ihre Bilder im Diedorfer Rathaus ausgestellt hatten, war es nun an den Diedorfer Künstlern, ihre Werke in Bonchamp zu präsentieren. In der dortigen Mediathek können die Bilder bis Anfang August besichtigt werden.

Neben Kunst und Kultur kam auch die körperliche Betätigung nicht zu kurz. Zu einem lockeren Sportparcours traf man sich auf den ausgedehnten Bonchamper Sportanlagen. Die Diedorfer Gäste staunten nicht schlecht über die im Verhältnis zur Gemeindegröße riesigen Flächen, die von allen Vereinen und Bürgern genutzt werden können.

Ganz im Zeichen der Lokalgeschichte standen die Besichtigung der romanischen Kirchenruine „La Cassine“ sowie die Führung durch die Bonchamper Pfarrkirche St. Blaise. Anhand der auf das 11. Jahrhundert zurückgehenden Bauwerke war viel Interessantes über die Entwicklung der Partnergemeinde zu erfahren.

Im Rahmen des Festabends in der Mehrzweckhalle „Les Angenoises“ betonten die Vereinsvorsitzenden, dass die Gemeindepartnerschaft auch nach 27 Jahren lebendig und fruchtbar sei. Xavier Rogue, der Präsident des Bonchamper Comité de jumelage, erachtet es dabei als wichtig, insbesondere auch die junge Generation immer wieder in die Aktivitäten mit einzubeziehen und die Treffen zwischen den Gemeinden attraktiv und zeitgemäß zu gestalten. Wie der Diedorfer Vorsitzende Rudolf Schönle betonte, sei es in Anbetracht der aktuellen politischen Lage von großer Bedeutung, gute und stabile Beziehungen zu seinen Nachbarländern zu haben. So ist vorgesehen, beim alljährlichen Jugendaustausch im August zum ersten Mal auch eine Gruppe aus Diedorfs tschechischer Partnergemeinde Bernatice mit einzubeziehen.

Wie eng die Beziehungen zwischen Diedorf und Bonchamp mittlerweile sind, zeigte sich auch daran, dass es möglich war, eine gemeinsame Zeremonie in Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkriegs zu gestalten. Rund um den 8. Mai, der in Frankreich ein offizieller Feiertag ist, finden zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt. In Bonchamp hatte man sich entschlossen, gemeinsam mit den deutschen Partnern eine Friedenszeremonie zu begehen. Diedorfs Bürgermeister Peter Högg sagte in seiner Ansprache, man dürfe in Anbetracht der Opfer von Krieg und Gewalt nicht aufhören, für den Frieden zu werben. Sein Amtskollege Gwénaël Poisson sprach die schwierigen Kriegszeiten mit Millionen von Toten an. In Hinblick auf diese Vergangenheit sei der deutsch-französische Vertrag zwischen Konrad Adenauer und Charles de Gaulle das Fundament der Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich gewesen. Unendlich wichtig seien danach die zahlreichen Gemeindepartnerschaften geworden, über die sich die Menschen beider Länder besser kennenlernen konnten. So ist es für die junge Generation mittlerweile selbstverständlich, dass zwischen Deutschland und Frankreich eine stabile Freundschaft besteht. Es folgte ein eindringlicher Appell, sich weiterhin für Frieden und Freundschaft in unseren Ländern und auch in ganz Europa einzusetzen. Als Zeichen des Friedens ließ man an einem Grabmal für französische und deutsche Soldaten weiße, mit Tauben bedruckte Luftballons in den Himmel steigen.




BERICHTE ÜBER AKTIVITÄTEN IM JAHR 2017:

Besuch einer Gruppe aus Bonchamp in Diedorf (25.-28.5.2017):

Genau 51 Franzosen aus Diedorfs Partnergemeinde Bonchamp-lès-Laval waren am langen Himmelfahrts-Wochenende zu Gast in Diedorfer Familien. Die französischen Freunde zeigten gleich bei ihrer Ankunft im wahrsten Sinne des Wortes Flagge und schwenkten zur Begrüßung blaue Europa-Fahnen.

Der Diedorfer Partnerschaftsverein hatte für seine Gäste ein abwechslungsreiches Besuchsprogramm zusammengestellt. Zunächst bestand die Gelegenheit zu einem Rundgang durch Diedorf, was insbesondere von Besuchern genutzt wurde, die sich zum ersten Mal in Diedorf aufhielten. Guten Zulauf fand auch ein Boule-Turnier im Bürgerpark Diedorf, wo man sich mit gemischten Mannschaften in dieser typisch französischen Sportart maß.

Tags darauf stand die Besichtigung des Diedorfer Stammhauses von Keim-Farben auf dem Plan. Bei einer Führung war Interessantes über die Produktion der weltweit exportierten Farben zu erfahren. Ein Ausflug nach Nördlingen und der Besuch des Rieskrater-Museums führte die französischen Gäste zu einem besonders schönen Ziel an der Romantischen Straße, was eifrig zum Fotografieren genutzt wurde.

Den Festabend in der Aula des Schmuttertal-Gymnasiums eröffnete Diedorfs Bürgermeister Peter Högg. In seiner Ansprache betonte er, dass die regelmäßigen Treffen der Partnergemeinden ein wertvoller Beitrag zum Gelingen eines gemeinsamen Europas seien. Gerade in Zeiten, in denen Europa auseinanderzudriften drohe, seien solide Partnerschaften sehr wichtig. Bonchamps Bürgermeister Gwénaël Poisson hob hervor, dass ein friedliches Europa ein wertvolles Erbe sei, das man an die junge Generation weitergeben müsse. Er hege die Hoffnung, dass Angela Merkel und Emmanuel Macron die europäische Union weiter entwickeln werden. Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Diedorf, Rudolf Schönle. Er hält die Gemeindepartnerschaften und vor allem die daraus entstandenen persönlichen Beziehungen für eine solide Basis, auf der man aufbauen könne und die auch Krisen überstehe. Immer wieder neue Gäste bei den Treffen sowie der regelmäßige Jugendaustausch zeigen, dass die Partnerschaft funktioniert. Auch Xavier Rogue, der Vorsitzende des Bonchamper Parterschaftsvereins, ist überzeugt, dass die zahlreichen Gemeindepartnerschaften zwischen dem Bezirk Schwaben und dem Departement Mayenne sowie die Erasmus-Austausch-Programme Vieles in Bewegung gebracht haben. Gemeinsame Aktivitäten, wie z.B. das Graffiti-Projekt im letzten Jahr in Diedorf sowie ein Projekt über erneuerbare Energien, das in diesem Sommer in Bonchamp stattfinden wird, führen die jungen Menschen beider Länder zusammen. Für die musikalische Umrahmung des Festabends sorgte der Wahlkurs „Licht- und Tontechnik“ des Schmuttertalgymnasiums. Herzlichen Dank an die Mitglieder des Wahlkurses und natürlich auch an Schulleiter Günter Manhardt für die Überlassung der Aula.

Ein weiterer Höhepunkt des diesjährigen Treffens war die Eröffnung der Kunstausstellung im Rathaus Diedorf. Bonchamper und Diedorfer Hobbykünstler stellen bis Ende Juli ihre Werke aus, die zu den Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt werden können.

Nach dem Besuch einer Vorstellung der Puppenkiste Augsburg vergnügten sich Gäste und Gastgeber bei der 950-Jahre-Feier in Anhausen. Im Bierzelt wurde ohne Sprachprobleme gefeiert und beschwingt zur Musik getanzt. Um den großen Festumzug in Anhausen nicht zu versäumen, verlegten die Bonchamper ihren Abfahrtstermin und nahmen noch selbst am Umzug teil. Im Juli wird man sich anlässlich des Jugendaustauschs in Bonchamp wiedersehen. Allen, die am Zustandekommen dieses Besuchswochenendes beteiligt waren, sei herzlich gedankt!



Jugendliche aus Diedorf besuchen die französische Partnergemeinde
Bonchamp (31.7.-7.8. 2017):

In diesem Jahr war es an den Diedorfern, die lange Fahrt in den Nordwesten Frankreichs anzutreten. Bei Sport und Spiel legte sich die anfängliche Schüchternheit rasch. Gleich zu Beginn wurde an das Diedorfer Graffiti-Projekt des letzten Jahres angeknüpft, bei dem die Jugendlichen die Bande des Streethockey-Platzes mit Graffiti zur deutsch-französischen Freundschaft versehen hatten. Nun wurde unter professioneller Anleitung ein farbenprächtiges Diedorf-Graffito an eine Wand des Bonchamper Jugendhauses gesprüht.

Neben Freizeitaktivitäten stand das Thema Energiewende und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Hierzu informierte ein Vertreter eines überregionalen französischen Energieversorgers die Jugendlichen über die europäischen Richtlinien zur Energiewende und deren Umsetzung im Département Mayenne. Xavier Rogue, der Vorsitzende des Bonchamper Partnerschaftsvereins, erläuterte anhand einer zweisprachigen Powerpoint-Präsentation den Energieverbrauch eines Einfamilienhauses und diverse Einsparmöglichkeiten. Sehr beeindruckend war für die Jugendlichen auch der Besuch einer großen Niederlassung der Wohltätigkeitsorganisation Emmaus in Villiers-Charlemagne.

Die vom Geistlichen Abbé Pierre gegründete Organisation kümmert sich um Bedürftige und Obdachlose. Mit der Reparatur und dem Wiederverkauf von defekten Haushaltsgegenständen bekommen auf dem Arbeitsmarkt schwer vermittelbare Menschen die Möglichkeit, gegen Mithilfe im Betrieb Unterkunft und Verpflegung zu erhalten. Nach diesen informationsreichen Terminen hatten die jungen Menschen viel Stoff zum Nachdenken und bekamen die Aufgabe, innerhalb weniger Tage eine zusammenfassende Präsentation zum Thema nachhaltige Entwicklung zusammenzustellen.

Doch erst einmal war Entspannung angesagt. Ein Ausflug in eine Freizeitanlage in Saint-Berthevin sowie eine Tagesfahrt nach Rennes, wo unter anderem in einer Halle Schlittschuh gelaufen werden konnte, sorgten für sportliche Betätigung. Am letzten Tag hörten alle einem zweisprachigen Vortrag der Jugendlichen zu.

Aus allen Informationen, die in dieser Woche gesammelt worden waren, hatten sie herausgearbeitet, was jeder Bürger ganz konkret machen kann, um dem Ziel einer nachhaltigen Energieentwicklung näherzukommen. Alles in allem haben die Jugendlichen sehr von diesem Aufenthalt profitiert.

Dem Betreuerteam (Tamara Hübler, Daniel Klein und Johannes Christopher) sei auf diesem Wege herzlich gedankt!

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Ablehnen