Partnerschaft Diedorf-Bonchamp

AUSBLICK AUF DAS JAHR 2020

  • 09.03.2020: Mitgliederversammlung ohne Wahlen; Gaststätte zur Traube Anhausen, 20.00 Uhr
  • Die geplante Fahrt nach Bonchamp am Himmelfahrtswochenende muss wegen der Corona-Krise leider ausfallen.
  • 14.07.2020: Empfang zum französischen Nationalfeiertag; Bürgerhaus Diedorf, 17.00 Uhr
  • 31.07.-07.08.2020: Jugendaustausch; Jugendliche aus Bonchamp und Diedorf reisen nach Bernatice: Auch der diesjährige Jugendaustausch musste aufgrund der Corona-Krise leider abgesagt werden.

 

WECHSEL IN DER VORSTANDSCHAFT

Rudolf Schönle, der langjährige erste Vorsitzende unseres Vereins, ist mit seiner Frau aus Diedorf weggezogen und hat deshalb am 11.3.2019 sein Amt aufgegeben. Wir danken ihm für sein außerordentliches Engagement im Rahmen der Gemeindepartnerschaft und freuen uns, dass er uns als Beisitzer erhalten bleibt. Ebenso sei seiner Frau Jutta Schönle gedankt, die als Schriftführerin stets präzise Protokolle verfasst hat und bei allen Anlässen tatkräftig mitgeholfen hat. Auch sie wird in Zukunft Beisitzerin sein.

Zur neuen ersten Vorsitzenden wurde Angelika Papsch, die bisherige Stellvertreterin Rudolf Schönles, gewählt. Als zweite Vorsitzende fungiert Corinne Schneider.

Als erster Schriftführer rückt Hans Fitz nach, als zweite Schriftführerin Andrea Engelhardt.

 

BERICHTE ÜBER AKTIVITÄTEN IM JAHR 2019:

Bericht über den Jugendaustausch Diedorf - Bonchamp – Bernatice: 29. Juli -5. August 2019

Schon seit langem besuchen sich die Jugendgruppen der Partnergemeinden Diedorf und Bonchamp-lès-Laval/Frankreich im jährlichen Wechsel. Im letzten Sommer wurden zum ersten Mal tschechische Jugendliche aus Diedorfs zweiter Partnergemeinde Bernartice mit einbezogen und man verbrachte zusammen eine erlebnisreiche Woche in Diedorf. Damals wurde auch die Idee geboren, den trinationalen Jugendaustausch in Frankreich fortzusetzen. Zunächst schien das etwas illusorisch in Anbetracht der großen Entfernung zwischen Bernartice und Bonchamp. Doch letztendlich hatten es die Vereinsvorstände in monatelanger Vorbereitungszeit geschafft, alle bürokratischen Hürden über drei Länder hinweg zu überwinden.

Da die Bernarticer Gruppe den längsten Anreiseweg zurückzulegen hatte, machte sie in Diedorf einen Zwischenstopp, was auch die Gelegenheit bot, die Diedorfer Jugendlichen schon einmal kennenzulernen. Gemeinsam ging die Fahrt weiter nach Bonchamp, wo ein umfangreiches Programm für die insgesamt dreißig Teilnehmenden organisiert worden war. Nach den ersten Kennenlernspielen sorgten auch sportliche Aktivitäten in gemischten Gruppen dafür, dass die anfängliche Schüchternheit schnell verflog und man sich näher kam. Ein Ausflug führte nach St. Denis du Maine sowie zu einer landestypischen Pferdezucht, des Weiteren wurden die weitläufigen Bonchamper Sportanlagen eifrig genutzt. Wichtig ist den Partnerschaftsvereinen, dass bei den Treffen auch immer ein aktuelles Thema gemeinsam bearbeitet wird. In diesem Jahr sollten die Schulsysteme der drei Länder verglichen werden. Zum Auftakt wurde in Laval das Schulmuseum besucht, wo die Jugendlichen unter anderem ausprobieren konnten, wie man mit Federhalter und Tintenfass schreibt. Ganz modern waren hingegen die Powerpoint-Präsentationen, mit denen in drei Sprachen die wichtigsten Aspekte des jeweiligen Bildungssystems vorgestellt wurden. Zusätzlich berichteten Bonchamper Lehrer über das Berufsschulwesen und ihre Schulerfahrungen. Michel Ferron, Präsident des Europa-Hauses des Departments Mayenne, informierte über Austauschmöglichkeiten mit dem Erasmus-Plus-Programm. In Gruppenarbeit formulierten die Jugendlichen daraufhin aus, was ihrer Meinung nach wichtig und verbesserungswürdig sei, wie z.B. ein früh einsetzender Fremdsprachenunterricht. Abschließend wurden die zusammengefassten Ergebnisse den gastgebenden Familien sowie interessierten Bonchampern vorgestellt.

Beliebt waren auch Spieleabende mit Beteiligung der französischen Familien. Wie die Diedorfer Jugendbetreuer Benedikt Keitel und Johannes Christopher übereinstimmend feststellen, seien dabei die befürchteten Sprachbarrieren besser als erwartet bewältigt worden. Mit einem munteren Sprachgewirr aus Deutsch, Tschechisch, Französisch und auch Englisch habe man sich ganz gut verständigen können und man habe auch viele neue Vokabeln gelernt. Auf jeden Fall haben die Jugendlichen von dem Aufenthalt sehr profitiert und mehr von Land und Leuten erfahren als bei einem rein touristischen Aufenthalt. Und wenn man bedenkt, dass noch vor 30 Jahren, zu Zeiten des Eisernen Vorhangs, ein derartiger Austausch undenkbar gewesen wäre, wisse man dieses gelungene europäische Treffen umso mehr zu schätzen. Zu der Frage, ob man sich vorstellen könne, den trinationalen Jugendaustausch im nächsten Jahr in der nur 800 Einwohner zählenden Gemeinde Bernartice fortzusetzen, hatte der neu gewählte Bernarticer Bürgermeister Aleš Chromík bei der Abfahrt aus Diedorf eine klare Ansage: „Vergesst nicht, die Wanderschuhe einzupacken, wenn ihr nächstes Jahr zu uns kommt.“   

Allen, die zum Gelingen dieser Austauschwoche beigetragen habe, sei herzlich gedankt!

 

Besuch einer Gruppe aus Bonchamp in Diedorf: 30. Mai - 2. Juni 2019


In diesem Jahr hatte sich eine 42-köpfige Reisegruppe aus Bonchamp auf den Weg in die Partnergemeinde Diedorf gemacht. Es erwartete sie ein abwechslungsreiches Programm. Auf großes Interesse stieß bei unseren Gästen eine Führung durch die Ölmühle Hartmann, bei der man Vieles über den Anbau und die Verarbeitung verschiedenster Ölsaaten lernen konnte. Ein Tagesausflug führte nach Landsberg und an den Ammersee. Bei bestem Frühjahrswetter zeigte sich Bayerns Voralpenlandschaft von ihrer besten Seite. Abends wurde beim Talfest Anhausen auf den gelungenen Tag angestoßen. Nach einem Besuch des Fugger und Welser Erlebnismuseums am nächsten Vormittag bestand die Möglichkeit zu einem Stadtbummel. Auf den Spuren des Augsburger Weltkulturerbes wurde anschließend das historische Wasserwerk besucht, wo Interessantes über die Geschichte der Augsburger Wasserversorgung zu erfahren war.

Beim Festabend in der Aula des Diedorfer Gymnasiums betonte Bonchamps Zweite Bürgermeisterin Josiane Cormier die Bedeutung der Gemeindepartnerschaft. Bei einer solchen könnte man Menschen aus dem Nachbarland in einem Klima des Vertrauens und in einer freundlichen Atmosphäre treffen. Die jungen Menschen könnten in die Gestaltung der Europäischen Union von morgen eingebunden werden. Diedorfs Bürgermeister Peter Högg unterstrich, dass die seit fast drei Jahrzehnten gelebte Partnerschaft zwischen Diedorf und Bonchamp einen wesentlichen Beitrag zum Zusammenwachsen einer großen Gemeinschaft leiste.

Als leidenschaftliche Europa-Befürworterin äußerte sich die neu gewählte Diedorfer Vereinsvorsitzende Angelika Papsch. Bei den Aktivitäten der Vereine gehe es um mehr als um einen netten Ausflug ins Nachbarland: „Eine Partnerschaft zwischen Gemeinden bedeutet das bewusste Kennenlernen, das Aufeinanderzugehen und Wertschätzen des Partners“. Ihr französischer Kollege, der Bonchamper Vereinsvorsitzende Xavier Rogue, konnte berichten, dass die Organisation des für Ende Juli in Bonchamp vorgesehenen Austauschs mit Jugendlichen aus Diedorf, Bonchamp und Diedorfs tschechischer Partnergemeinde Bernartice bereits die wichtigsten Hürden genommen habe. Sowohl die Finanzierung als auch die Reiseroute dieses organisatorisch aufwendigen trilateralen Treffens seien gesichert. Als Rahmenthema des diesjährigen Jugendaustauschs sei der Vergleich der verschiedenen Schulsysteme vorgesehen.

Fast hätte man in diesem Jahr ein wichtiges Datum übersehen können, das sich als ganz wesentlich für die prosperierende Gemeindepartnerschaft erwiesen hat. Nachdem 1987 ein Abkommen zwischen dem Bezirk Schwaben und dem Departement Mayenne geschlossen worden war, um die Beziehungen zwischen den beiden Regionen zu fördern, machte sich im Jahr 1989, also vor 30 Jahren, eine Bonchamper Delegation inkognito auf den Weg nach Schwaben, um sich in der neuen Partnerregion des Departements umzusehen. In einem Diedorfer Gasthaus wurden die Besucher als Franzosen erkannt und sogleich in das Diedorfer Rathaus eingeladen. 1991 wurde schließlich ganz offiziell die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet. Für die 30-jährige Treue zur Partnerschaft wurden die am Festabend anwesenden Pioniere jenes denkwürdigen Treffens, Solange Lefort, Pierre-Yves Mardelé und Heinz Göbel von Angelika Papsch geehrt. Sichtlich gerührt nahmen sie die Auszeichnungen entgegen.

Nachdem Rudolf Schönle, der bisherige erste Vorsitzende des Diedorfer Partnerschaftsvereins, bereits im März sein Amt niedergelegt hatte, wurde er im Rahmen des Festabends offiziell verabschiedet. Seine Nachfolgerin Angelika Papsch dankte ihm und seiner Frau Jutta für acht Jahre "äußerst engagierter und tatkräftiger Vereinsarbeit". Bis weit nach Mitternacht wurde gefeiert und getanzt, musikalisch unterstützt durch den Wahlkurs "Licht- und Tontechnik" des Diedorfer Schmuttertal-Gymnasiums.

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